So läuft es meistens ab, wenn Sie mit Ohrgeräuschen zum Arzt gehen:
Man schickt Sie zu einem Hörtest. Das Ergebnis liegt „im Normbereich“.
Vielleicht wird auch ein MRT angeordnet, um einen Tumor auszuschliessen. Der Befund ist „unauffällig“.
Dann schaut man Ihnen in die Ohren. „Alles sieht gesund aus.“
Und dann kommt der Satz, den Sie wahrscheinlich schon unzählige Male gehört haben: „Da kann man nichts machen. Sie müssen einfach lernen, damit zu leben.“
Doch genau das wird nie überprüft: Ihr Nacken.
Niemand fragt, ob sich das Klingeln verändert, wenn Sie den Kopf drehen. Niemand drückt auf die Muskeln an der Basis Ihres Schädels.
Niemand zieht in Betracht, dass chronische Verspannungen die Nerven reizen könnten, die mit Ihrem Hörsystem verbunden sind.
Standardtests sind darauf ausgelegt, Hörverlust und Tumore zu erkennen. Sie sind nicht dafür gemacht, somatischen Tinnitus festzustellen.
Genau deshalb leiden Millionen von Menschen trotz „unauffälliger“ Testergebnisse weiter — und man sagt ihnen, das Problem liege in ihrem Kopf, obwohl es tatsächlich in ihrem Nacken liegt.